Spielweisen – Was Blasmusik sein kann

Tirol Panorama: Ausstellung mit Beleuchtung der Wurzeln der Blasmusik

Die Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Obfrau Herlinde Keuschnigg sowie Forum-Land Mitglieder erlebten am 5. Mai im Tirol-Panorama am Bergisel die von Kurator Franz Gratl präsentierte Ausstellung „Spielweisen- Was Blasmusik sein kann“. Dabei gab es auch die Beleuchtung der Wurzeln der Blasmusik.

Vor allem in kleinen Gemeinden sind die Musikkapellen ausgeprägte Kulturträger, die die Sympathie der Bevölkerung genießen. Sie sind der bodenständige Hintergrund für alles Feierliche in der Gemeinde und gelten als Stätte der Kameradschaft und Lebensfreude. Die Musikkapellen haben in unserer heutigen Zeit, im Zeitalter der Massenmedien, die jede Art Musik per Bild und Ton ins Haus liefern, ihren festen Platz in unserer Gesellschaft. Eine Musikkapelle pflegt Kameradschaft im gemeinsamen Tun, bindet im Zusammenspiel nach innen, sie repräsentiert Wohlklang und Zusammenhalt nach außen. Dem Tiroler Blasmusikverband gehören 303 Kapellen in 19 Blasmusikbezirken an. In diesen Kapellen sind über 15.650 aktive Mitglieder tätig. Die Musikkapellen pflegen schon seit langem den guten Ton und begleiten die Menschen in Freud und Leid durch die Zeiten.

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Tiroler Blasmusikverband“ wird in der Ausstellung „Spielweisen“ die Frage gestellt, wann und warum die Blasmusik diesen herausragenden Stellenwert erlangte. Dieser tiefenscharfe Blick in ihre Geschichte ist hochinteressant: Die Anfänge waren bescheiden und was heute als identitätsstiftend und „typisch tirolerisch“ gilt, hatte Wurzeln, die u. a. in das Osmanische Reich und nach Böhmen führen. In der Musiksammlung des Ferdinandeums finden sich in großer Zahl zumeist unpublizierte, spannende Quellen zur Frühgeschichte und Entwicklung der Blasmusik, zudem Instrumente in großer Zahl.

In der Ausstellung werden auch die bis heute konstitutiven militärischen Wurzeln der Blasmusik kritisch beleuchtet und hinterfragt, ebenso ihr Naheverhältnis zu Politik und ihre Vereinnahmung durch totalitäre Systeme.

Ein Blick in die Gegenwart und Zukunft des Phänomens „Tiroler Blasmusik“ rundet die Schau ab. 

Dr. Heinz Wieser

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