Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Obfrau Herlinde Keuschnigg und Vertreter des Forum Land besuchten am 22. Jänner in Tirols alter Bischofsstadt Brixen die umfangreiche Krippenausstellung im Diözesanmuseum. Dieses Museum mit Domschatz und Krippenmuseum wird seit 1901 in der fürstbischöflichen Hofburg beherbergt.
Die Hofburg blickt auf eine lange Geschichte zurück. 1250 als Residenz der Fürstbischöfe erbaut, diente sie bis 1964 als Bischofssitz.
Wie bei der Krippenführung Direktor MMag. Peter Schwienbacher erklärte, wurde die Krippentradition in Brixen durch Fürstbischof Karl Franz Graf von Lodron (1748 bis 1828) begründet, der um 1800 zwei Jahreskrippen von Franz Xaver Nissl und den Brüdern August Alois und Josef Benedikt Probst anfertigen ließ. Weihnachtskrippen aus Brixen, Tirol, Neapel und Sizilien ergänzen die Sammlung.
Bereits im 4. Jahrhundert fanden sich in Rom bildliche Darstellungen der Geburt Christi. Oft wird auch der hl. Franz von Assisi als „Vater der Krippe“ angesehen, da er im Jahre 1223 zu Weihnachten im Wald von Greggio die erste Weihnachtskrippe in der uns bekannten Form gebaut hatte. Um die Wende vom 16. zum 17.ahrhundert verbreitete sich in Tirol der aus Italien kommende Brauch der Darstellung der Geburt Christi, in der uns heute so vertrauten Form der Weihnachtskrippe.
Sodann gaben Dr. Elisabeth und Dr. Oswald Peer Einblick in das Brixner Pharmaziemuseum, das sich seit 2002 im Obergeschoss der historischen Stadtapotheke Peer in der Brixner Adlerbrückengasse befindet. Es Das verknüpft Kunst, Architektur und Pharmazie zu einer spannenden Geschichte der Heilmittel - attraktiv präsentiert in historischen Räumen. Hier erhält man spannende Einblicke in 400 Jahre Heilkunde, Kräuterkunde und in so manchen Irrglauben vergangener Zeiten. Auf 150 m² Ausstellungsfläche werden neben Heilmitteln und Gefäßen, Zäpfchenformen und alten Verpackungen auch Kuriositäten wie ein Gürteltierkopf, eine Elchklaue und sogar vergoldete Pillen präsentiert.
Dr. Heinz Wieser
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