Franziskanischer Abschied

Feierlicher Abschied von den Franziskanern an der Hofkirche

Mit einer feierlichen Messe in der Innsbrucker Hofkirche am 25. September verabschiedeten sich die Franziskaner nach 457 Jahren, da aus Personalgründen ein weiteres Verbleiben in Innsbruck derzeit nicht mehr möglich ist. Als Vertreter des Landes Tirol dankte der Präsident des Bundesrates, Dr. Peter Raggl, in herzlichen Worten den Franziskanern für ihr jahrhundertelanges Wirken an der Innsbrucker Hofkirche. Sie waren die Begleiter des gläubigen Volkes in Tirol durch alle Zeiten, auch in den Jahren der schrecklichen Epidemien wie wir sie auch heute erleben. Sie zeichneten sich aus durch ihr hervorragendes pastorales Wirken und ihre Beliebtheit im Volk. 

Foto: Der Präsident des Bundesrates, Dr. Peter Raggl (r), hob das franziskanische Wirken hervor. Im Bild links: Der schiedende Pater Egwin Raffl OFM 

Präsident Raggl sodann wörtlich: “Die Franziskaner waren auch die Hüter der sogenannten Schwarzmanderkirche, die mit dem Kenotaph für Kaiser Maximilian I. das bedeutendste Kulturgut Tirols darstellt und in ganz Europa und darüber hinaus höchste Anerkennung findet. Sie wurde am 14. Februar 1563 in Anwesenheit Kaiser Ferdinands I. (1503–1564) zu Ehren des hl. Kreuzes feierlich konsekriert. Der Kaiser ließ daneben das sogenannte „Neue Stift“ erbauen, für das er verschiedene Ordensleute suchte. Wegen des Priestermangels in deutschen Landen, wurde es schließlich 1564 Franziskanern aus der Provinz Venedig übergeben. Das Land Tirol hat in den 1970er Jahren ein neues Klostergebäude errichtet und dieses mit Schenkungsvertrag im Jahr 1980 der Tiroler Franziskaner Ordensprovinz unentgeltlich übertragen. In keiner Sehenswürdigkeit Österreichs bilden Geschichte und Kunst eine so geschlossene Einheit wie in der Innsbrucker Hofkirche, an der drei Herrscher, Maximilian I., Ferdinand I. und Ferdinand II. über 90 Jahre arbeiten ließen, um das größte Kaisergrabmal zu schaffen.“ Besonders aber dankte Präsident Raggl den beiden scheidenden Patres für ihr segensreiches Wirken an der Hofkirche: P. Egwin Raffl, der 21 Jahre im Innsbrucker Kloster verbrachte, wird zu seinen Ordensbrüdern nach Hall in Tirol übersiedeln und P. Rupert Schwarzl, der vier Jahre in Innsbruck pastoral tätig war, geht ins Kloster nach Graz. Der Vertreter der Franziskanerprovinz Austria zum hl. Leopold in Österreich und Südtirol, Definitor Br. Pascal M. Hollaus, überbrachte Gruß und Dank der Ordensleitung. Dankesworte gab es noch von Herlinde Keuschnigg, der Obfrau der Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums, für das Wirken der Patres auf Vereinsebene. Sie sprach auch die Einladung für die anschließende Agape aus.

Dr. Heinz Wieser

 

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