Die Universitäts- und Landesbibliothek

Ein Blick in die Abteilung für Sondersammlungen

 Foto: Werke des römischen Dichters Publius Vergilius Maro, mittelalterliche Gebrauchshandschrift, Oberitalien,15. Jahrhundert

Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Obfrau Herlinde Keuschnigg und des Forum Land warfen unter Führung von Claudia Schretter-Picker und Vera-Maria Kathrein am 24. November einen Blick in die Abteilung für Sondersammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek. Maria Wilhelm erklärte die digitale Zusammenführung der Handschriften.  

Die Idee der Gründung einer Universitätsbibliothek geht auf das Jahr 1731 zurück. Initiator war der Universitätsnotar Anton Roschmann. Aber erst am 22. Mai 1745 wurde die Universitätsbibliothek Innsbruck durch einen Erlass von Maria Theresia gegründet, die Eröffnung fand schließlich am 2. Juli 1746 statt. Damals verfügte die Universitätsbibliothek über 12.000 Bände, rund 2600 Leser nutzten die Bibliothek.  Heute umfasst der Bestand der ULB Tirol ca. 4 Millionen Bände, u. a. alte Handschriften und Drucke, Monografien, Zeitschriften und Zeitungen sowie E-Journals, E-Zeitungen und E-Books.. Die öffentlich zugängliche Universitäts- und Landesbibliothek ist die größte wissenschaftliche Bibliothek in Westösterreich.

Untergebracht war die UB seit Ende des Jahres 1787 in der alten Universität, in der sich die theologische Fakultät befindet. Das UB-Gebäude am Innrain wurde erst 1924 bezogen. Der Bau war zwar bereits 1912 begonnen worden, der Erste Weltkrieg verhinderte jedoch die Übersiedlung der UB in das neue Haus. Dieses diente während der Kriegsjahre sogar als Reservelazarett. Die älteste Handschrift ist das Innicher Evangeliar von rund 900, die Oswald von Wolkenstein-Liederhandschrift B von 1432. 2005 wurde ein Pergamentcodex von um 1300 entdeckt. Ursprünglich war es nur Professoren erlaubt, die Bibliothek zu benutzen. Eine Entlehnung nach Hause oder in die Universität war ausgeschlossen. Erst ab 1858 war auch Studierenden die Benützung der UB gestattet. Der erste Bücherbestand der Universitätsbibliothek umfasste neben Schenkungen durch Maria Theresia auch mehr als 4000 Bände aus Ambras sowie Bestände aus der Innsbrucker Hofbibliothek. Untergebracht war die Bibliothek, die ursprünglich „Bibliotheca publica Theresiana" hieß, in der Herrengasse. Der geographische Rahmen umfasst Tirol in seinen Grenzen vor 1918, mit Südtirol und dem Trentino.

Dr. Heinz Wieser

 

 

 

 

 

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